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Einsätze am Wasser im Schwimmbad geübt

Einsätze an Gewässern sind für die Feuerwehr immer mit zusätzlichen Gefahren verbunden. Nebst dem, dass der eigentliche Einsatzgrund selbst nicht immer ungefährlich ist, entstehen zusätzliche Gefahrenpunkte an stehenden oder fliessenden Gewässern. Durch die geografische Lage unserer Stadt sowie dem Einsatz- und Aufgabengebiet der Feuerwehr kann es durchaus zu Ereignissen primär an Flüssen kommen. Mit dem Ziel das Kader für die Gefahren zu sensibilisieren führte die Feuerwehr eine Übung im Strandbad Olten durch. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die beiden Badmeister Thomas Müller und Simon Grieder.

Am ersten Posten wurde aufgezeigt, dass die persönliche Schutzausrüstung, die Brandschutzbekleidung wie Jacke und Hose, nicht als Schwimmhilfe taugen. Dazu konnte jeder Anwesende mit einer solchen Ausrüstung im Springerbecken mehrmals in kompletter Montur unter Aufsicht einige Meter Schwimmen. Die Bekleidung sog sich mit Wasser voll und die Beweglichkeit im Wasser wurde stark eingeschränkt. Bedingt war ein Auftrieb vorhanden, so dass die Feuerwehrangehörigen nicht wie ein Stein auf den Bassinboden sanken. Jedoch bleibt zu berücksichtigen, dass im Springerbecken keine Strömungen vorhanden sind, wie dies z.B. in der Aare oder generell in Fliessgewässern der Fall ist. Zudem trugen die Feuerwehrangehörigen aus Sicherheitsgründen keine Stiefel und Helme. Der Lerneffekt wurde trotzdem erzielt: Jedem war bewusst, wieviele Liter Wasser die Kleidung aufzusaugen vermag und dass Schwimmwesten bei solchen Einsätzen Pflicht sind.

An einem zweiten Posten erlernten die Feuerwehrangehörigen, wie eine ertrinkende Person gerettet werden kann. Bademeister Simon Grieder zeigte auf, wie der Stirn-Nackengriff angewendet wird und so die Person ans sichere Ufer gezogen werden kann. Anschliessend wurde erklärt, wie zu Rettende aus dem Wasser gezogen werden können und anschliessend fachgerecht betreut werden, je nach Situation z.B. mit der stabilen Seitenlage.
Der Einsatz des Rettungsballs konnten die Feuerwehrkader ebenfalls trainieren. Das exakte Werfen zum Ertrinkenden war gar nicht immer so einfach. Genaues Zielen war hier gefragt, wenn man nicht den zu Rettenden mit dem Ball treffen wollte.

Zum Abschluss der Übung kam auch der Plauschfaktor nicht zu kurz. Mit einem Wasserball-Match – Unteroffiziere gegen Offiziere – konnte der sportliche Ehrgeiz geweckt werden. Sieger waren für einmal die Unteroffiziere. Doch gewonnen haben an diesem Abend alle, nämlich vor allem an Erfahrung.

Mit dem Stirn-Nackengriff können Ertrinkende sicher ans Ufer gebracht werden.
Mit dem Stirn-Nackengriff können Ertrinkende sicher ans rettende Ufer gebracht werden.

Datum der Neuigkeit 11. Sept. 2016

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