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Wie schütze ich mein Gebäude vor Wasser

Weiterführende Informationen http://www.schutz-vor-naturgefahren.de

Starke Regenfälle verursachen in der ganzen Schweiz immer wieder Überschwemmungen, so wie in den vergangen Wochen. Schäden entstehen, wenn Wasser auf der Geländeoberfläche abfliesst und durch Öffnungen wie Türen, Tore und Fenster in das Haus eindringt oder wenn die Kanalisation überlastet ist und es zu einem Rückstau kommt. Anfällig sind auch Wasserabläufe vom Balkon, von der Terrasse oder vom Dach. Sind sie verstopft, so kann dies ebenfalls zu Überschwemmungen führen. Anfällig sind auch Wasserabläufe vom Balkon, von der Terrasse oder vom Dach. Sind sie verstopft, so kann dies ebenfalls zu Überschwemmungen führen.

So schützen Sie Ihr Gebäude
Den sichersten Schutz bieten bauliche Massnahmen: Planen Sie den Neubau so, dass kein Wasser durch Öffnungen in das Haus eindringen kann. Identifizieren Sie bei einem bestehenden Gebäude die gefährdeten Stellen. Dichten Sie diese ab oder verhindern Sie mit Abschirmungen wie z.B. Schutzmauern oder Dämmen, dass Wasser an das Gebäude gelangen kann. Lagern Sie sensible Objekte im und um das Haus erhöht.

Welche Massnahmen Sie heute treffen können...

  • Wasser bahnt sich immer einen Weg: Achten Sie darauf, dass kein Wasser über die Kanalisation oder über Leitungs- und Lüftungsschächte in geschützte Räume eindringen kann.
  • Mit üblichen Entwässerungsmassnahmen wie Rinnen und Einläufen können Sie Ihr Grundstück nicht immer wirksam vor Starkregen schützen, insbesondere wenn bei einem Unwetter Wasser von anderen Flächen auf Ihre Parzelle fliesst. Klären Sie mit einer Fachperson ab, welche Schäden dabei entstehen können und welche Schutzmassnahmen Sie treffen können.
  • Stellen Sie sicher, dass Wasser sich nicht an ihrem Gebäude staut, sondern möglichst davon weg- oder darum herumfliesst.
  • Achten Sie aber darauf, dass mit Ihren Schutzmassnahmen nicht zusätzlich Gefährdungen für Ihre Nachbarn entstehen.
  • Platzieren Sie sensible Haustechnik oberhalb der Schutzhöhe. Wenn dies nicht möglich ist, dichten Sie die entsprechenden Räume ab.
  • Wenn Sie Ihr Gebäude gegen Überschwemmung abdichten: Achten Sie darauf, dass Wände und Böden dem Wasserdruck standhalten und dass das Gebäude nicht vom Wasserdruck angehoben wird. Lassen Sie dies durch einen Bauingenieur prüfen.
  • Halten Sie Wasser von Ihrem Gebäude fern mit baulichen Massnahmen wie Mauern, Dämmen und Stellriemen. Wichtig ist dies vor allem bei Hanglagen, am Siedlungsrand und in der Nähe von Gewässern. Stützmauern im Hang müssen gegenüber dem oberen Gebäudegrundstück genügend erhöht sein, sonst kann Wasser darüberfliessen.
  • Achten Sie aber darauf, dass durch Ihre Schutzmassnahmen nicht zusätzlich Gefährdungen für Ihre Nachbarn entstehen. Ziehen Sie zur Planung der Massnahmen eine Fachperson bei.

Was Sie im Notfall noch tun können ...

  • Solange noch keine baulichen Schutzmassnahmen realisiert sind: Halten Sie für den Notfall genügend Sandsäcke und Plastikfolie bereit, um Öffnungen abzudichten. Üben Sie den Einsatz der Sandsäcke bereits vor dem Notfall. Bei kritischer Wetterprognose sollten die Sandsäcke bereits aufgebaut werden.
  • Verlassen Sie betroffene Räume wie Keller oder Einstellhallen, aber auch Lifte. Meiden Sie die Nähe von Gewässern und Geländemulden. Fliessendes Wasser ist viel stärker als es scheint, es kann Sie oder Ihr Fahrzeug mit sich reissen.
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr (Tel. 118) wenn Wasser in das Gebäude eindringt.
  • Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter: Befreien Sie im Nachhinein die Entwässerungschächte von Laub und anderem Material, damit sie nicht verstopfen.

Weitere Tipps finden Sie unter www.schutz-vor-naturgefahren.ch oder lassen Sie sich durch die Solothurnische Gebäudeversicherung SGV beraten.

Quelle: Schutz vor Naturgefahren


Datum der Pressemitteilung 13. Juli 2016

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